Auftragseingang im Bauhauptgewerbe 2025
Der reale Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2025 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der nominale Auftragseingang erreichte ein Volumen von 113,0 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Entwicklung im Hoch- und Tiefbau
Im Hochbau lagen die Auftragseingänge 2025 real 7,5 prozent und nominal 10,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dies markiert den ersten Anstieg seit 2021. Der Wohnungsbau verzeichnete ein größeres wachstum mit real 10,1 Prozent und nominal 12,6 Prozent, während der Nichtwohnungsbau real um 5,8 Prozent und nominal um 8,4 Prozent zulegte. Der Auftragseingang im Tiefbau stieg real um 6,2 Prozent und nominal um 8,6 Prozent über den bisherigen Höchststand aus dem Vorjahr. Großaufträge, insbesondere bei der Bahnstreckensanierung und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur, trugen zu diesem Rekordergebnis bei.
Monatliche Entwicklung im Dezember
Im Dezember 2025 sank der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe kalender- und saisonbereinigt um 4,9 Prozent im Vergleich zum November 2025. im Vorjahresvergleich stieg der reale Auftragseingang im Dezember 2025 kalenderbereinigt um 3,1 Prozent,nominal betrug der Anstieg 7,8 prozent gegenüber Dezember 2024.
Jahresumsatz und Beschäftigung
Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe lag 2025 real 2,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis und stieg damit erstmals seit 2020 wieder an.Nominal lag der Umsatz 5,0 Prozent höher und erreichte 120,5 Milliarden Euro. Der Hochbau erzielte einen Jahresumsatz von 57,4 Milliarden Euro (real -0,8 Prozent, nominal +1,7 Prozent), während der Tiefbau auf 61,7 Milliarden Euro anstieg (real +5,8 Prozent, nominal +8,2 Prozent).
In der Statistik wurden alle Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen im Bauhauptgewerbe erfasst. Im Jahr 2025 waren das rund 9.500 Betriebe, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt 540.000 Personen tätig, was einem Anstieg von 5.800 Personen oder 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die entgelte summierten sich auf 26,6 Milliarden Euro, nominal 5,8 Prozent mehr als im vorjahr. Etwa 612 Millionen Arbeitsstunden wurden auf Baustellen geleistet, was einem Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber 2024 entspricht.










