Analyse: Arbeitsbelastung im Dienstleistungssektor bleibt hoch

Büros (Archiv)

Eine Analyse des DGB-Index Gute Arbeit zeigt, dass im Dienstleistungssektor Arbeitsstress, Arbeiten trotz Krankheit und atypische Arbeitszeiten häufig sind

Toyota Scheidt

Analyze des DGB-index Gute Arbeit

Im Dienstleistungssektor sind Arbeitsstress, Arbeiten trotz Krankheit und atypische Arbeitszeiten weit verbreitet. Dies geht aus einer Analyse des DGB-index Gute Arbeit hervor, die von der Gewerkschaft Verdi durchgeführt wurde.

Arbeitsbedingungen im dienstleistungssektor

Fast drei Viertel der Beschäftigten arbeiten auch am Wochenende,abends oder in schichten. Über die Hälfte der Beschäftigten ist von Arbeitshetze und Zeitdruck betroffen.Nur ein Drittel der Beschäftigten geht nie krank zur Arbeit.

Teilzeitbeschäftigung und Vereinbarkeit

Die hauptgründe für Teilzeitbeschäftigung sind laut Analyse hohe Arbeitsbelastung und Sorgearbeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Frauen arbeiten auch im Dienstleistungssektor häufiger in Teilzeit als Männer. Vereinbarkeitsschwierigkeiten zwischen Privatleben und Arbeit sind weit verbreitet. Über die Hälfte der Beschäftigten im Einzelhandel, Gesundheits- und Sozialwesen ist oft zu erschöpft, um sich nach der Arbeit um private Angelegenheiten zu kümmern.

Forderungen der Gewerkschaft Verdi

Spielräume bei der Arbeitszeitgestaltung wirken sich positiv auf die arbeitsfähigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aus. Diese Spielräume stehen jedoch nicht allen Beschäftigten zur Verfügung. Verdi fordert, die Gestaltungsspielräume für die Beschäftigten zu erweitern und durch kollektive Regelungen abzusichern.

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