Rückgang der Entbindungskliniken in Deutschland
Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen in Deutschland hat sich seit der Wiedervereinigung halbiert. im Jahr 1991 gab es noch 1.186 Krankenhäuser, in denen Kinder entbunden wurden. bis 2024 sank diese Zahl auf 578, was einem Rückgang von 51,3 Prozent entspricht, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Entwicklung der Geburtenzahlen und Fachabteilungen
Die Zahl der Geburten war 2024 um 18,4 Prozent niedriger als 1991.Mit dem Rückgang der entbindungskliniken ging auch die Schließung von Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe einher. diese nahmen von 1.275 im Jahr 1991 auf 758 im Jahr 2024 ab, ein Rückgang um 40,5 Prozent. Darunter fallen auch Fachabteilungen zur Frauenheilkunde ohne Entbindungen.
Kapazitätsabbau und Bettenauslastung
Seit 1991 ging die Zahl der Krankenhausbetten in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe von rund 66.400 auf 24.100 im Jahr 2024 zurück, ein Rückgang um 63,7 Prozent. Trotz des Abbaus der Kapazitäten sank auch die Bettenauslastung deutlich von 77,4 Prozent im Jahr 1991 auf 56,4 Prozent im Jahr 2024. Ein Grund dafür ist die schnellere Entlassung der Patientinnen aus den Krankenhäusern.
Regionale Unterschiede in der Erreichbarkeit
Die Entfernung zur nächsten Klinik mit einem Fachbereich Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe variiert stark je nach Wohnort. In Großstädten können 95,1 Prozent der weiblichen Bevölkerung zwischen 16 und 49 Jahren ein entsprechendes Krankenhaus innerhalb von 15 Minuten mit dem Auto erreichen. In Mittelstädten trifft dies auf 73,4 Prozent zu, in größeren Kleinstädten auf 44,7 Prozent. In kleineren Kleinstädten oder ländlichen Gemeinden sind es lediglich 29,9 Prozent.











