Karl haeusgen fordert Besteuerung großer Vermögen
Karl Haeusgen, Chef der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, spricht sich für eine besteuerung sehr reicher Menschen in Deutschland aus. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte er,eine Mindeststeuer auf Vermögen ab etwa 100 Millionen Euro zu befürworten.Diese Steuer könnte nach seinen Worten etwa zwei Prozent im Jahr betragen. Haeusgen argumentiert, dass große Vermögen sich um bis zu sechs Prozent jährlich vermehren, sodass die Steuer nicht aus der Substanz bezahlt werden müsste.
Steuerehrlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt
Haeusgen plädiert dafür,dass inländisch bezahlte Kapitalertrag- und Einkommensteuern verrechnet werden können,um die Steuerehrlichkeit im Inland zu fördern. Dies sei wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein Standortfaktor. Haeusgen, selbst mitinhaber eines großen mittelständischen Unternehmens, könnte von einer solchen Besteuerung betroffen sein.
Neue Wählergruppen im Fokus
Seit Mitte 2025 ist Haeusgen zusammen mit Marie-Luise Wolff Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Er möchte die Vereinigung für enttäuschte FDP-Anhänger und unabhängige Unternehmer mit einem grünen Herzen attraktiv machen. Diese Gruppen seien unzufrieden mit der klimafeindlichen Politik der Bundesregierung und dem rechtsreaktionären Touch von Teilen der Union.
Kritik an der Mineralölsteuersenkung
Haeusgen kritisierte die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung bezüglich der höheren Spritpreise.Die allgemeine Mineralölsteuersenkung sei nicht zielgerichtet, sondern eine „Hilfe mit der Gießkanne“. Er fordert stattdessen Maßnahmen, um die fossile Abhängigkeit schrittweise zu reduzieren.


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