Waldbrände in Spanien: Regierung erinnert an Rechte von Touristen

Gran Canaria aus einem Easyjet-Flugzeug aus gesehen (Archiv)
Toyota Scheidt

<h3>Hinweis auf Verbraucherrechte bei Pauschalreisen wegen Waldbränden in Spanien</h3> Die Bundesregierung erinnert angesichts der Waldbrände in Spanien und der Auswirkungen des Klimawandels auf die Rechte von Touristen bei Pauschalreisen

Hinweis auf Verbraucherrechte bei Pauschalreisen

Angesichts der Folgen des Klimawandels in der Mittelmeerregion hat die Bundesregierung auf die Verbraucherrechte bei Pauschalreisen hingewiesen. Reisende können laut Bundeswirtschaftsministerium jederzeit vor Reisebeginn vom Pauschalreisevertrag zurücktreten. In diesem Fall verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Reisepreises, kann jedoch grundsätzlich eine angemessene Entschädigung verlangen. Diese Regelung gilt nicht, wenn der Rücktritt auf unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände am Reiseziel oder in dessen unmittelbarer Nähe zurückzuführen ist, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung erheblich beeinträchtigen.

Rückerstattung bei Rücktritt

Sollte der Reisepreis bereits ganz oder teilweise bezahlt worden sein, ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geleisteten Zahlungen unverzüglich, spätestens jedoch binnen 14 Tagen, zurückzuerstatten. Das gilt auch, wenn der Reiseveranstalter selbst vom Vertrag zurücktritt, weil er aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände an der Vertragserfüllung gehindert ist.

Auswirkungen des Klimawandels in der Mittelmeerregion

Der Klimawandel hat in der Mittelmeerregion zuletzt zu hohen Temperaturen von bis zu 40 Grad, Waldbränden, Dürre, Trinkwassermangel und gefährlichen Blaualgen geführt. Das Bundeswirtschaftsministerium verweist in diesem Zusammenhang auf Informationsmöglichkeiten für reisende, etwa beim Robert-Koch-Institut oder über die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes.

Tourismusstrategie und Klimaanpassung

Ob in der derzeit erarbeiteten neuen Tourismusstrategie besondere Empfehlungen für Reisende im Hinblick auf den Klimawandel enthalten sein werden, ließ das Ministerium offen. Es wurde darauf hingewiesen, dass die nationale Klimaanpassungsstrategie auch auf den Tourismus anwendbar sei.

Kritik an der Bundesregierung

Der Grünen-Politiker Stefan Schmidt kritisierte, dass die Bundesregierung Reisende und die Tourismusbranche angesichts der Folgen des Klimawandels im Stich lasse. Die Antworten auf die Kleine Anfrage zeigten, dass die bestehenden Probleme weitgehend ignoriert würden. Dies betreffe sowohl die zunehmenden wirtschaftlichen Risiken für die Reisebranche als auch die wachsenden Gesundheitsrisiken für Reisende.


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