Finanzielle Bilanz nach Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt
Anderthalb Jahre nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt liegt erstmals eine finanzielle Bilanz zu den körperlichen Schäden der Opfer vor. Dies berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“.
Zahlen und Haftungsgrenzen
Die R+V-Versicherung, die den vom Attentäter Taleb A. als waffe missbrauchten Mietwagen versichert hatte, hat alle persönlichen Ansprüche der Betroffenen bewertet. Eine Firmensprecherin erklärte, dass der nicht anderweitig gedeckte Gesamtbetrag rund neun Millionen Euro beträgt.
Allerdings reicht das zur Verfügung stehende Geld nicht aus, um alle Ansprüche vollständig zu erfüllen. Laut Straßenverkehrsgesetz muss der Halter haften,wenn mit einem Fahrzeug ein Mensch getötet oder verletzt wird. In diesem fall ist es der Autovermieter beziehungsweise dessen Versicherung. Die Haftungsobergrenze liegt bei fünf Millionen Euro. Zusätzlich stellt die verkehrsopferhilfe, finanziert von allen deutschen autohaftpflichtversicherern, 2,5 Millionen Euro zur verfügung.
Auszahlungen an Betroffene
Insgesamt stehen somit 7,5 millionen Euro zur auszahlung bereit. Da sich die Forderungen auf neun Millionen Euro belaufen, bleibt ein Teil ungedeckt. Betroffene erhielten eine Zahlung in Höhe von rund 80 Prozent des jeweiligen Anspruchs.



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