Rotes Kreuz warnt vor Bruch der Waffenruhe in Gaza

Internationales Rotes Kreuz in Genf (Archiv)

Das Rote Kreuz warnt vor einem Bruch der Waffenruhe in Gaza und sieht die Lage weiterhin als dramatisch an

AsiaRestaurant SongLong Friedrichsthal

Lage in Gaza bleibt‍ laut Rotem Kreuz dramatisch

Die Präsidentin ⁢des ​Internationalen Komitees ⁢vom Roten​ kreuz (IKRK), Mirjana‌ Spoljaric, beschreibt die Situation in Gaza weiterhin als dramatisch und ⁤warnt vor einer weiteren Eskalation. „Gaza liegt in Trümmern, kaum ein ‌Gebäude ist nicht zerstört oder beschädigt.‌ Es gibt keine Basisinfrastruktur, kein überlebensfähiges umfeld​ mehr. Es braucht massive humanitäre Hilfe, bevor an Wiederaufbau zu⁤ denken ist“, ⁤sagte Spoljaric dem „Spiegel“.

Warnung vor Bruch der Waffenruhe

Spoljaric bezeichnete die‍ jüngste Waffenruhe als fragil.⁤ „Unsere größte sorge im moment ist, dass diese​ Waffenruhe ‌zusammenbricht. Zu viele ​Menschen wurden ihrer Menschenwürde ​beraubt, und wenn noch einmal Krieg mit ‌der bisherigen Intensität⁢ ausbricht, dann habe ich wenig Hoffnung dafür, dass es ⁣irgendwann nochmal wieder gut werden könnte“, erklärte sie.

Distanzierung von politischen⁤ aussagen

Gleichzeitig distanzierte sich ​Spoljaric von Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, wonach⁢ der Krieg im nahen Osten ​vorbei sei.⁢ „Ich bin nicht Politikerin, sondern Präsidentin einer humanitären Organisation“, betonte Spoljaric.

Vermittlung und Herausforderungen

Das IKRK hat in den vergangenen‌ Wochen unter anderem die Freilassung von Geiseln und palästinensischen Gefangenen vermittelt. Spoljaric bezeichnete diese Operation⁣ als „enorm heikel und ⁣gefährlich“.Das​ IKRK habe dabei gezeigt, dass sich die jahrelangen Gespräche mit allen Parteien und das Beharren auf Neutralität und Vertraulichkeit ausgezahlt hätten. „Das ​Rote Kreuz stand unter‍ massiver Kritik. Aber wir alle haben bewiesen, dass⁤ es nur so geht – und dass sonst niemand diese Rolle ​übernehmen konnte“, sagte Spoljaric.

Appell an die internationale Gemeinschaft

Spoljaric rief die internationale Gemeinschaft dazu⁣ auf, die humanitäre Hilfe für Gaza zu verstärken.„Die Kosten steigen,während die Budgets⁢ schrumpfen.Ohne ausreichende Mittel können ⁢wir unsere Arbeit nicht fortsetzen“, warnte sie.

Artikel teilen


Gevita Tagesresidenz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen