Geberkonferenz zum Sudan: DRK-Präsident Gröhe warnt vor humanitärer Krise
Vor der Geberkonferenz zum Sudan in Berlin hat Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die ernste Lage in dem afrikanischen land hervorgehoben. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe beschrieb Gröhe die humanitäre Situation als eine der schlimmsten weltweit.
Humanitäre Notlage im Sudan
Laut Gröhe sind rund 33 Millionen Menschen im Sudan auf humanitäre Hilfe angewiesen, und etwa 13 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. “Das Leid, von dem unsere Schwestergesellschaft berichtet, ist unvorstellbar“, sagte Gröhe.
Forderung nach mehr Unterstützung
Gröhe betonte die Notwendigkeit erhöhter internationaler Unterstützung für den Sudan. „Die Menschen in Sudan brauchen nicht nur mehr Aufmerksamkeit sowie Schutz und Sicherheit. Auch mehr Unterstützung ist dringend erforderlich“, erklärte er. Gröhe äußerte Bedauern über die Halbierung der Mittel im Bundeshaushalt für humanitäre Hilfe,die das DRK dazu zwingt,seine Hilfe in dem krisengeplagten Land zu reduzieren.
Zusammenarbeit mit dem Sudanesischen Roten Halbmond
Das DRK arbeitet eng mit dem Sudanesischen Roten Halbmond (SRH) zusammen,der bereits 8,3 millionen Menschen mit Nothilfe erreicht hat. In einer Erklärung des DRK wird auf den Mangel an ausreichender Gesundheitsversorgung,Notunterkünften,sauberem Wasser und Lebensmitteln hingewiesen. Seit Beginn des Konflikts vor drei Jahren sind 22 Mitarbeiter des SRH im Einsatz ums Leben gekommen.



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