Defizite im Bevölkerungsschutz
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht erhebliche Defizite im deutschen Bevölkerungsschutz. DRK-Präsident Hermann Gröhe kritisierte in der „Tagesspiegel“-Donnerstagausgabe die unzureichende Finanzierung trotz wachsender Sicherheitsrisiken und jüngster Krisen wie hochwasser oder Stromausfällen.
Forderungen des DRK
Gröhe betonte, dass ohne ausreichenden Bevölkerungsschutz keine Verteidigungsfähigkeit bestehe. er forderte mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich für den Bevölkerungsschutz. Besonders Krankenhäuser müssten krisenfester werden. Zudem sei mehr Wissen über die Einsatzbereitschaft von Ehrenamtlichen sowie bundesweit klare Regelungen und Unterstützung notwendig.
Notwendige Maßnahmen
Gröhe forderte, erheblich mehr Mittel für erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten bereitzustellen. „Wenn in jedem zehnten Haushalt jemand lebt,der im Ernstfall weiß,was zu tun ist,stärkt das die Widerstandskraft der Gesellschaft insgesamt deutlich“,sagte er.
Kritik an der bisherigen Mittelverteilung
Laut Gröhe seien bisher zusätzliche Mittel vor allem Bundesbehörden oder dem Technischen Hilfswerk zugutegekommen. Die anerkannten Hilfsorganisationen wie das DRK seien jedoch nicht ausreichend berücksichtigt worden. Ehrenamtliche müssten im Ernstfall einen Großteil der Arbeit leisten, könnten jedoch nicht mit veraltetem Gerät arbeiten.



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