Nachfrage nach KfW-Studienkredit bricht ein

Junge Leute vor einer Universität (Archiv)

Die Nachfrage nach KfW-Studienkrediten ist in den letzten zehn Jahren auf ein Fünftel des ursprünglichen Niveaus gesunken

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Rückgang bei Studienkrediten

Die Nachfrage von Studierenden nach Studienkrediten ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2024 wurden nur noch knapp 13.000 neue Studienkredite abgeschlossen. Zum Vergleich: 2014 lag die Zahl der Neuabschlüsse bei fast 60.000. Das geht aus dem aktuellen Studienkredittest des CHE Centrum für Hochschulentwicklung hervor, über den das „Handelsblatt“ berichtet.

Entwicklung bei KfW-Studienkrediten

Vor allem die Zahl der Neukredite beim Marktführer, der staatlichen KfW, nähert sich laut CHE-Geschäftsleitung dem Nullpunkt. Als Hauptgrund werden die derzeitigen Konditionen genannt, insbesondere der aktuelle Zinssatz von 6,3 Prozent.

Reaktion der Bundesregierung

Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung angekündigt, sich für faire Konditionen einzusetzen und ein Produkt mit Zinsbindung anzubieten. Ein Zeitpunkt für die Umsetzung ist jedoch nicht bekannt. Eine entsprechende Anfrage an das Bundesministerium für Bildung und Forschung blieb unbeantwortet.

Auswirkungen auf Studierende

Da nichtstaatliche Anbieter die entstandene Lücke nur teilweise schließen können, sind viele Studierende betroffen. Nach Angaben des CHE besteht die Gefahr, dass Studierende gezwungen sind, einen Nebenjob anzunehmen, ihr Studium zu verlängern oder es im schlimmsten Fall abzubrechen.

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