Festnahmen wegen mutmaßlicher Embargoverstöße
Die Bundesanwaltschaft hat am Montag fünf Personen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Russland-Embargo festnehmen lassen. Die Festnahmen erfolgten aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs, wie die Behörde mitteilte.
Details zu den Festnahmen
Ein deutsch-ukrainischer, ein deutsch-russischer und zwei deutsche Staatsangehörige wurden von Beamten des Zollkriminalamts in Gewahrsam genommen. Ein weiterer Verdächtiger, ein Deutsch-Russe, wurde ebenfalls vorläufig festgenommen. Die Festnahmen fanden in Lübeck und im Kreis Herzogtum Lauenburg statt. Zeitgleich begannen Durchsuchungen in Frankfurt am Main, im Landkreis Nordwestmecklenburg, in Nürnberg und im Kreis Ostholstein.Diese Maßnahmen richten sich gegen fünf weitere Beschuldigte, die sich auf freiem Fuß befinden.
Vorwurf der kriminellen Vereinigung
Die Festgenommenen stehen im Verdacht, als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung gewerbs- und bandenmäßig gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im februar 2022 sollen sie konspirativ Güter für die russische Industrie beschafft und nach Russland exportiert haben.
Umfang der Ermittlungen
Nach bisherigen Ermittlungen sollen die Beschuldigten rund 16.000 Lieferungen nach Russland mit einem Gesamtwert von mindestens 30 Millionen Euro veranlasst haben. Ein Vermögensarrest in dieser Höhe wurde angeordnet. Die festgenommenen Beschuldigten sollen am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden,der über die Haftbefehle entscheiden wird.











