Mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland

Krankenhaus (Archiv)

Im Jahr 2024 sind in Deutschland mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet worden als in den vier Jahren zuvor. Häufigste Verursacher waren Salmonellen und Bakterien der Gattung Campylobacter, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Donnerstag mit

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Im Jahr 2024 sind in Deutschland mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet worden als in den vier Jahren zuvor. nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurden 271 Krankheitsausbrüche registriert. Diese führten zu mindestens 2.400 Erkrankungen,451 Hospitalisierungen und acht Todesfällen. Im Durchschnitt der vorangegangenen vier Jahre waren es jährlich rund 191 Krankheitsausbrüche mit 1.515 Erkrankungen.

Häufige Erreger und betroffene Lebensmittel

Die häufigsten Verursacher der Krankheitsausbrüche waren Salmonellen und Bakterien der Gattung Campylobacter. Die meisten der aufgeklärten Ausbrüche wurden durch Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Gemüse und Gemüseerzeugnisse verursacht.Ein Trend der letzten Jahre zeigt eine Zunahme der Ausbrüche durch pflanzliche Lebensmittel. Im jahr 2024 wurden zwölf Ausbrüche durch Gemüse, Getreideerzeugnisse oder Beeren und Früchte registriert. Tierische Lebensmittel lagen mit einem Anteil von 47 Prozent noch vor den pflanzlichen Lebensmitteln als Verursacher von Ausbrüchen.

Betroffene Betriebsarten

Erstmals wurden die meisten lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche in Betrieben der kategorie „Take-Away und Fast-food-Imbisse“ verursacht. An zweiter Stelle folgten Privathaushalte.

Bericht und europäische Einordnung

Gemeinsamer Bericht von BVL und RKI

Der Bericht „Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche in Deutschland“ wird jährlich gemeinsam vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und dem Robert-Koch-Institut erstellt.

Einbindung in europäische berichterstattung

Die deutschen Ausbruchsdaten werden an die European Food Safety Authority übermittelt und in den „European Union One Health Zoonoses Report“ integriert.

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