Linke kritisiert Verhandlungen mit Taliban scharf

Clara Bünger (Archiv)
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<h3>Kritik der Linken an Gesprächen mit Taliban</h3> Die Linke im Bundestag kritisiert die von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt angekündigten Verhandlungen mit den Taliban über Abschiebungen nach Afghanistan scharf

Kritik der Linken an Verhandlungen mit den Taliban

Die Linke im Bundestag hat⁣ scharfe Kritik an ⁤den von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigten Verhandlungen mit den Taliban über Abschiebungen nach⁣ Afghanistan geäußert. Fraktionsvize Clara Bünger erklärte der „Rheinischen Post“, dass Verhandlungen mit den Taliban Terroristen⁣ legitimierten und​ verharmlosten.

bedenken hinsichtlich Menschenrechtslage

Bünger betonte,⁣ Ziel der Gespräche sei offenbar nicht eine Verbesserung der Lage in Afghanistan, sondern⁤ die Vorbereitung auf Abschiebungen in großem Umfang in ein Land, in dem Folter, öffentliche Hinrichtungen und Auspeitschungen an der Tagesordnung seien. Wer solche Abkommen schließe, mache⁤ sich mitschuldig, so Bünger weiter.

Kritik an signalwirkung

Nach Ansicht der Linken⁣ werde durch die Verhandlungen ⁣das Taliban-Regime legitimiert, anstatt die Stimmen der afghanischen Zivilgesellschaft​ und von Frauenrechtlerinnen zu stärken. Dies⁤ sende ein fatales Zeichen.

Unterstützung aus der Koalition für ‌Dobrindt

Bundesinnenminister Dobrindt erhält Rückendeckung aus ​der ‍eigenen Koalition.‍ Alexander Throm (CDU), innenpolitischer​ Sprecher der Unionsfraktion, sagte der „Rheinischen Post“, die​ Union fordere diese Vorgehensweise bereits seit Längerem und begrüße die Umsetzung durch Dobrindt.

Throm betonte, flüchtlinge, die in Deutschland Straftaten ⁣begehen, müssten nach‌ ihrer Haftstrafe das Land verlassen. Dies gelte auch für Menschen aus Syrien und Afghanistan.Nur so könne die Akzeptanz des Asylsystems weiter geschützt werden.

SPD unterstützt Abschiebungen ​von Straftätern

Auch ‍die SPD unterstützt das Vorgehen von Dobrindt. Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese ‌erklärte der „Rheinischen‍ Post“, es sei richtig, dass Straftäter und Gefährder nach ‍Afghanistan abgeschoben würden.

Wiese mahnte zugleich, die bisherigen‌ Kontakte über Katar könnten mit den entsprechenden Stellen in Afghanistan intensiviert ⁢werden, ohne dabei offizielle diplomatische Beziehungen mit den Taliban aufzunehmen.


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