Wasserkrise im Iran verschärft sich
Die Wasserkrise im Iran hat sich nach Angaben von Experten durch den Konflikt mit den USA und Israel in den letzten Monaten verschärft. Drei Viertel der Landesfläche gelten als trockene Regionen mit nur 50 bis 100 Millimeter Regen jährlich.
Beschuss von Infrastruktur
Nach angaben des Iran bombardierten die USA im März eine Süßwasserentsalzungsanlage auf der Insel Qeschm, was die Wasserversorgung weiter verschlechterte. Bereits Ende 2025 erreichte die Krise nach fünf Dürrejahren einen Höhepunkt. der Amir-Kabir-Staudamm in Teheran hatte nur noch 8 Prozent seiner Kapazität, 19 große Staudämme waren ausgetrocknet.
Ursachen der Krise
Die wichtigsten Wasserquellen des Iran sind durch jahrelange Fehlbewirtschaftung, ineffiziente Landwirtschaft und übermäßigen Staudammbau nahezu erschöpft. Laut world resources Institute verbraucht der Iran mehr als 80 Prozent seiner erneuerbaren Wasservorräte und hat einen „Wasserstress-score“ auf dem Level „extrem hoch“.
Unruhen und Missmanagement
In den Vorjahren kam es wegen Wasserknappheit zu Unruhen, etwa 2021 in Chuzestan und 2018, als Demonstranten Missmanagement vorwarfen.Seit der Islamischen Revolution 1979 setzt der Iran auf Selbstversorgung, was durch Sanktionen erschwert wird. Der Anbau wasserintensiver Pflanzen wird gefördert,obwohl die Regionen dafür ungeeignet sind.
Kritik an der Regierung
Das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung kritisiert, dass die Wasserkrise „hausgemacht“ sei.Die landwirtschaftlich genutzte Fläche hat sich um 27.000 Quadratkilometer ausgedehnt. Der Krieg verschärft die Lage weiter, da auch Wasserpipelines und zivile Infrastruktur getroffen wurden. Das genaue Ausmaß ist aufgrund von Nachrichtensperren unklar.


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