Ermittlungserfolge des BKA gegen IS-Kämpfer
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat mit einer neuen Ermittlungsmethode bislang unerkannte IS-Kämpfer in Deutschland aufgespürt. Die Staatsschützer analysieren Hunderte Listen aus dem Inneren des „Islamischen Staats“ (IS), darunter Gehalts- und Mitgliederaufstellungen.
Ermittlungen und Verurteilungen
Laut Berichten der „Süddeutschen Zeitung“,NDR und WDR haben die Behörden auf dieser Grundlage Ermittlungen gegen etwa 30 Männer aufgenommen,die in den vergangenen Jahren nach Deutschland eingereist sind. Keiner von ihnen war zuvor als islamist bekannt. Das BKA teilte mit, dass „eine Vielzahl“ von Verfahren laufe. Sechs frühere IS-mitglieder wurden bereits verurteilt. Hunderte weitere Ermittlungsverfahren könnten folgen.
Datenauswertung und Identifizierung
Das BKA hat etwa 400 Dokumente gesammelt und nutzt diese systematisch,um IS-Mitglieder zu identifizieren. Die Namen von einer gehaltsliste mit fast 50.000 Personen werden mit Daten aus dem ausländerzentralregister verglichen. Bisher wurden etwa 75 mutmaßliche IS-Kämpfer identifiziert, die sich vermutlich in Deutschland aufhalten. Es wird jedoch noch nicht gegen alle ermittelt.
Automatisierter Abgleich von Fotos
Zusätzlich gleicht das BKA Fotos von IS-Mitgliedern mit Bildern aus dem Ausländerzentralregister und Polizeidatenbanken ab. Dies führte zu knapp 100 weiteren Treffern. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen,da erst die Hälfte der Namen von der Gehaltsliste überprüft wurde. Das BKA bezeichnet die Auswertungen als „komplex und aufwändig“ und als „fortlaufenden Prozess“.



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