Anstieg der Essstörungen bei Mädchen
immer mehr Mädchen in Deutschland werden wegen Essstörungen im krankenhaus behandelt. Die Zahl der Fälle bei 10- bis 17-Jährigen hat sich innerhalb von 20 Jahren verdoppelt: von gut 2.800 im Jahr 2004 auf knapp 6.000 im jahr 2024. Damit machten Mädchen in dieser Altersgruppe 2024 nahezu die Hälfte (48,1 Prozent) aller wegen Essstörungen Behandelten aus, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.2004 lag ihr anteil noch bei einem Viertel (24,9 Prozent).
Gesamtzahl der Behandlungen
Insgesamt ist die Zahl der wegen Essstörungen Behandelten leicht gestiegen: auf 12.400 Fälle im Jahr 2024. Das waren 2,2 Prozent mehr als 2023 (12.100 Fälle) und 8,0 Prozent mehr als 2004 (11.500 Fälle). Die häufigste Diagnose war 2024 Magersucht (Anorexie) mit 9.000 Behandlungsfällen, gefolgt von Ess-Brech-Sucht (Bulimie) mit 1.300 Fällen.
Geschlechterverteilung
Über alle Altersgruppen hinweg werden Mädchen und Frauen häufiger wegen Essstörungen stationär behandelt als Jungen beziehungsweise Männer. 11.500 oder 92,9 Prozent der im Jahr 2024 Behandelten waren Frauen. 2004 waren es 10.100 Patientinnen mit einem Anteil von 88,5 Prozent.



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