Hausärzteverband gegen digitale Ersteinschätzungen durch Kassen

Markus Beier (Archiv)

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant ein Primärarztsystem, das der Hausärzteverband unterstützt. Vorsitzender Markus Beier warnt jedoch vor digitalen Ersteinschätzungen

Toyota Scheidt

Einleitung

Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplante Primärarztsystem erhält Unterstützung vom Hausärzteverband. Der Vorsitzende Markus Beier äußerte jedoch Bedenken gegenüber digitalen Ersteinschätzungen für Patienten.

Hauptteil

Markus Beier begrüßte den Startschuss für die Umsetzung des Primärarztsystems, den Nina Warken gegeben hat.Er betonte, dass die Reform „enormes Potenzial“ biete und von den hausärztlichen Praxen abhänge. Beier kritisierte die Vorstellungen der Krankenkassen, die eine verpflichtende digitale Ersteinschätzung als erste Anlaufstelle für Patienten vorschlagen. Er warnte, dass eine solche Steuerung nicht mit dem Konzept eines Primärarztsystems vereinbar sei und weder das Gesundheitssystem entlaste noch die Patientenversorgung verbessere.

Hintergrund

beier hob die Bedeutung einer starken Hausarzt-Patienten-Bindung hervor. In den Praxen würden bis zu 90 Prozent aller gesundheitlichen Probleme gelöst, was kein Callcenter leisten könne. Der erstkontakt über die vertraute Hausarztpraxis müsse der Goldstandard in der ambulanten versorgung bleiben.

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