Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen in deutschland 2025
Im Jahr 2025 sind in Deutschland bei Unfällen rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdende stoffe unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten. Das waren 8,9 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Unfälle und Schadstoffmengen
Rund 2,4 Millionen Liter der ausgetretenen Stoffe verblieben dauerhaft in der Umwelt. Im Jahr 2024 waren es rund 2,0 Millionen Liter. Die Gesamtzahl der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen sank um 5,3 Prozent auf 1.461 und erreichte damit den niedrigsten stand seit 2010. Der seit 2017 anhaltende Abwärtstrend bei den Unfallzahlen setzte sich fort.
Wassergefährdungsklassen
Von den 2,4 Millionen Litern, die in der Umwelt verblieben, entfielen 1,7 Millionen Liter auf „allgemein wassergefährdende“ Stoffe. Dazu gehörten 805.300 Liter Jauche, Gülle und Silagesickersaft sowie 882.200 Liter Gärsubstrate und Gärreste. Weitere 76.800 Liter gehörten zu den „schwach wassergefährdenden“ Stoffen (WGK 1), 198.900 Liter zu den „deutlich wassergefährdenden“ Stoffen (WGK 2) und 43.500 Liter zu den „stark wassergefährdenden“ Stoffen (WGK 3). Die restlichen Stoffmengen konnten nicht eingestuft werden.
Ursachen und Auswirkungen
Von den 1.461 Unfällen konnten 741 auf menschliches Fehlverhalten zurückgeführt werden. Es gab 477 unfälle beim Umgang mit den Stoffen und 984 bei der Beförderung.In 432 Fällen gelangten die Stoffe in ein Oberflächengewässer, in 370 Fällen in die Kanalisation und in 46 Fällen wurde das Grundwasser verunreinigt. Insgesamt wurden bei 708 Unfällen 850 Mal Gewässer direkt verunreinigt.



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