Bahn: EVG kritisiert Konzernumbau „ohne erkennbares Zielbild“

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Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisiert die neue Bahn-Chefin und ihre Pläne für den Konzernumbau

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kritik⁣ der EVG an Bahn-Chefin Evelyn​ Palla

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat scharfe Kritik an der neuen Bahn-Chefin Evelyn Palla ⁤und ihren Plänen für den Konzernumbau geäußert. In einem Brief ⁤des⁤ stellvertretenden⁤ EVG-Vorsitzenden Kristian Loroch und des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Bahn-Tochter DB Services, Caner Cengiz, wird bemängelt, dass Palla zwar angekündigt habe, den Konzern „auf⁣ links drehen“⁣ zu wollen, dies jedoch „bisher​ ohne⁤ erkennbares Zielbild“ geschehe.⁣ Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete darüber in ⁢ihrer Samstagausgabe.

Unklarheiten bei ⁢DB ‍Services

Besonders betroffen ist​ die⁢ defizitäre Konzerntochter DB Services.Ursprünglich sollte diese verkauft werden,​ dann doch nicht. ⁢Anschließend war geplant,⁣ bestimmte Geschäftsbereiche in die Töchter DB Regio und DB Fernverkehr⁤ zu integrieren. ⁢Nun wurde dem Gesamtbetriebsrat und der EVG mitgeteilt,dass man sich⁤ „verrechnet“ bzw. „verplant“ habe. Die geplante Aufteilung von ⁤DB Services sei „unwirtschaftlich und operativ nahezu‍ unmöglich“, so Loroch und ⁤Cengiz.

Verunsicherung der Beschäftigten

Loroch und⁣ Cengiz kritisieren, dass⁢ nach einer gemeinsamen Verständigung auf eine Richtung nun wieder eine „Rolle rückwärts ins Ungewisse“ drohe. Sie werfen dem Konzernvorstand vor, durch Verunsicherung und Planlosigkeit⁤ Arbeitsplätze ⁣aufs ⁤spiel zu⁣ setzen. Die Beschäftigten seien „massiv verunsichert“. Der vorstand solle sich ⁢zunächst auf ​die Entwicklung eines klaren Zielbildes und einer strategischen Ausrichtung konzentrieren.

Geplante Vorstandsklausur

Bahn-Chefin⁢ Palla hat für den kommenden ⁤Montag eine ganztägige Vorstandsklausur​ einberufen. Dort sollen die einzelnen Zielbilder ⁣der Vorstandsmitglieder zu⁤ einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammengeführt werden. Loroch kritisiert, dass⁤ dies zu spät‌ komme. „Was hier passiert, ‌ist ein Organversagen“, sagte er‍ der⁢ Zeitung. ⁣der Vorstand sei nun gefordert, Verantwortung zu übernehmen.

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