Anklage gegen mutmaßliche Anführer der „Reichsbürger“-Gruppe
Die bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die mutmaßlichen Anführer der „Reichsbürger“-Gruppierung „Königreich Deutschland“ erhoben. Die Anklage vor dem staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf richtet sich gegen vier Deutsche, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, sich als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung betätigt zu haben.
Vorwürfe gegen die Angeklagten
Peter F. und Mathias B. sollen unerlaubte Einlagengeschäfte betrieben und gemeinsam mit Benjamin M. mehrere Fälle der bandenmäßigen Urkundenfälschung begangen haben. Peter F.wird zudem der Betrieb eines unerlaubten Versicherungsgeschäfts, zahlreiche Fälle der steuerhinterziehung sowie das Vorenthalten von Arbeitsentgelt zur Last gelegt. Mathias B. soll bei vielen dieser Taten als Gehilfe fungiert haben.
hintergrund der Gruppierung
Die Vereinigung „Königreich Deutschland“ wurde 2012 gegründet und sah sich als souveräner staat.Sie strebte an, das System der Bundesrepublik Deutschland durch ein eigenes zu ersetzen. Ermittlern zufolge errichtete die Gruppe „pseudostaatliche Strukturen“, darunter ein Bank- und Versicherungssystem sowie ein Meldeamt mit fiktiven Ausweisdokumenten. Zwischen 2020 und 2025 soll die Vereinigung rund zehn Millionen Euro eingenommen haben. Die Angeschuldigten wurden im Mai 2025 festgenommen und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.



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