Woidke fordert Berlins Zustimmung zu den Schutzzöllen auf Stahl

Stahlproduktion (Archiv)

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke fordert Berlins Zustimmung und ein rasches Inkrafttreten der Schutzzölle auf Stahl

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Woidke fordert rasches Inkrafttreten der Schutzzölle auf Stahl

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat ein schnelles Inkrafttreten der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Schutzzölle auf Stahl gefordert.„Die bereits vorgelegten Vorschläge der Europäischen Kommission müssen jetzt auch rasch zum Tragen kommen“, sagte Woidke dem nachrichtenmagazin Politico. „Es geht um unsere Unternehmen und Arbeitsplätze.“

Schutz der europäischen Stahlindustrie

Woidke betonte, Europa solle als größter Wirtschaftsraum der Welt selbstbewusst für seine Interessen einstehen.Die europäische Stahlindustrie benötige dringend einen wirksamen Schutz vor unfairen Handelspraktiken. Die Europäische Kommission plant,Stahlimporte über 16 Millionen Tonnen mit einem Zollsatz von 50 Prozent zu belegen.Derzeit gilt ein geringerer Zollsatz erst ab einer Importmenge von 34 Millionen Tonnen.

Zukunft der Stahlproduktion und Energiepreise

Elektrifizierung der Stahlindustrie

Woidke sieht die Zukunft der Stahlproduktion in der Elektrifizierung, insbesondere im Einsatz von Lichtbogenöfen. „Dort, wo heute noch Kohle und Gas Produktionsprozesse antreiben, wird es zukünftig elektrische Energie sein. Bezahl- und planbare Strompreise sind deshalb ein entscheidender Faktor für unsere Unternehmen“, erklärte der Ministerpräsident.

Industriestrompreis als Übergangslösung

Der geplante Industriestrompreis könne laut Woidke nur eine „Brückenlösung“ sein. Die Energiepolitik müsse so gestaltet werden, dass Regionen mit einem hohen Anteil günstiger und erneuerbarer Energien diese Vorteile an die Unternehmen weitergeben können. Ziel seien insgesamt wettbewerbsfähige Strompreise.

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