Sahra Wagenknecht lehnt Angebot von Björn Höcke ab
Sahra Wagenknecht, Gründerin der BSW, hat das Angebot des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke abgelehnt, sie zur Ministerpräsidentin des freistaats wählen zu lassen. dies berichtet die „Welt“.
Stellungnahme von Wagenknecht
Wagenknecht erklärte, dass das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten kein „Wanderpokal“ sei, den Höcke nach Belieben vergeben könne. Sie kritisierte den amtierenden Ministerpräsidenten mario Voigt (CDU) wegen einer Plagiatsaffäre, die das Vertrauen in ihn erschüttert habe. Höckes Angebot bezeichnete sie als unehrlich und unseriös, da die Mehrheit der BSW-Abgeordneten im Thüringer landtag in Opposition zum Bundesvorstand stehe und sie nicht wählen würde.
Forderung nach überparteilichem Ministerpräsidenten
Wagenknecht betonte, dass sie eine eigene Amtsübernahme nicht für eine echte Lösung halte. Sie plädierte für einen überparteilichen Ministerpräsidenten,der lokal verankert sei. Sie selbst habe nur ihre Kindheit in Thüringen verbracht. Sie kritisierte Höcke für seine parteipolitischen Taktiken und Effekthascherei, die sie als unehrlich bezeichnete.
Gegenangebot und Forderung nach öffentlichem Duell
Wagenknecht machte ein Gegenangebot und erklärte, dass ihre Partei bereit sei, Gespräche über einen überparteilichen Ministerpräsidenten und politische Schwerpunkte sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Thüringen mit der AfD und anderen Parteien zu führen. Zudem forderte sie ein öffentliches Duell mit Höcke auf neutralem Boden und mit einem unparteiischen Moderator. Themen sollten der BSW-Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten, Wege aus der Wirtschaftskrise und der deutschen Bildungsmisere sowie Höckes Unterstützung des transatlantischen Flügels der AfD sein.



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