Ärger im Bundesfamilienministerium
Im Bundesfamilienministerium unter Leitung von Karin Prien (CDU) gibt es Unstimmigkeiten über den geplanten Umbau des Demokratieförderprogramms. Prien hatte vor drei Wochen angekündigt, die gelder für mehr als 200 Organisationen zu kürzen. Insider vermuten politische motive, da das Programm „demokratie leben“ in der Union als zu linkslastig gilt.
Neue Förderrichtlinien
Zukünftig sollen Projekte gegen Antisemitismus, islamischen Extremismus und Linksextremismus stärker gefördert werden als solche gegen Rechtsextremismus. Dies erklärte Priens Staatssekretär Ingo Behnel in einem Schreiben im oktober, wie der „Spiegel“ berichtet.
Kritik aus dem Ministerium
Mitarbeiter des Ministeriums äußerten gegenüber dem „Spiegel“ Kritik an der Informationslage der Hausleitung. Mindestens 15 Projekte mit Schwerpunkt Antisemitismus, deren Förderung nun gestoppt wurde, stehen im Fokus.Ein Mitarbeiter bezeichnete das Vorgehen als „kopflos und chaotisch“.
Rechtliche Risiken und Anpassungen
Bereits angepasste Förderbescheide erhöhen für einige Organisationen die rechtlichen Risiken. Initiativen müssen sicherstellen, dass sie keine extremistischen Strukturen unterstützen.Diese Formulierung könnte juristische Konsequenzen haben, insbesondere für Projekte, die ausstiegshilfe leisten.
Nachhaltigkeitsnachweis
Das Ministerium musste eine Nebenbestimmung zum Nachweis der Nachhaltigkeit präzisieren. Die Anforderungen waren teilweise unerfüllbar, nun können Ausnahmen beantragt werden.
Reaktion des Ministeriums
Auf konkrete Fragen des „Spiegel“ antwortete das Ministerium nicht direkt.Stattdessen wurde ein dreiseitiges PDF mit allgemeinen Informationen und Verweisen auf öffentliche Aussagen der Ministerin bereitgestellt.


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