Thüringen: Zehn BSW-Abgeordnete verlassen zunächst nur Partei

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Zehn BSW-Abgeordnete traten am Freitag aus der Partei; sie bleiben vorerst in der Fraktion. <h3>Info</h3> Mitgeteilt von Katja Wolf und Sigrid Hupach

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Zehn BSW-Abgeordnete haben‌ am Freitag offiziell ihren Austritt aus der‌ Partei erklärt.Sie wollen vorerst in der Fraktion bleiben.

Austritte‌ und Fraktion

Die gruppe um die Thüringer Finanzministerin Katja Wolf und die ‌Fraktionsvorsitzende Sigrid hupach teilte den Austritt mit. Die BSW-Fraktion ‌bestehe ‌zunächst ⁢mit zwölf Mitgliedern weiter. Kommende Woche wolle man beraten, wie es weitergehe.

Parteivorsitz und Rücktritte

Rücktritt des Landesvorsitzenden

Der BSW-Landesvorsitzende Gernot Süßmuth trat ⁢von seinem‍ Amt⁣ zurück. „Das BSW‌ sei nicht mehr ⁤zu retten“, sagte er.

Weitere Rücktritte im Landesvorstand

die ​Landesvorsitzende Katja Wolf kündigte an, der Landesvorstand ⁢werde seinen Rücktritt erklären. Sie habe in den letzten Tagen schmerzlich zur Kenntnis genommen, dass es „keinen gemeinsamen Weg‍ mehr‌ geben“ könne.

Unterstützung ⁣der ⁤Landesregierung

Fraktionschefin Sigrid Hupach kündigte ‌an,dass ‌die Abgeordneten trotz ‌ihres Parteiaustritts die Landesregierung ‍weiter⁢ unterstützen wollten. „Wir stehen weiter zu Koalition“, sagte sie. Die Koalition mit der CDU und SPD stellt nach ⁣vorherigen Austritten nur noch eine deutliche⁤ Minderheit im​ Parlament. Dass die zwei⁣ im BSW verbliebenen⁢ Abgeordneten die​ Regierung unterstützen, darf zusätzlich bezweifelt werden.

Vorherige Austritte und ‍neue Partei

Zuvor waren bereits ⁤vier Mitglieder aus der Partei ausgetreten.Matthias Herzog kündigte am Montag seinen Parteiaustritt an. Er wolle aber als parteiloser‍ Abgeordneter in der Fraktion bleiben. Stefan Wogawa war am Mittwoch gemeinsam mit Matthias Herzog und Dirk Hoffmeister aus ⁢der Partei und der Fraktion ausgetreten. Die drei Ex-BSW-Politiker wollen mit einer eigens gegründeten ⁣Partei namens „Deine Stimme zählt“ eine parlamentarische​ Gruppe bilden.

Hintergrund

Hintergrund ist ein Konflikt zwischen⁢ der Bundespartei ​und dem Thüringer BSW. Das Bundes-BSW ⁤hatte ihre Parteikollegen in​ thüringen dazu gedrängt, die Koalition zu verlassen, nachdem Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) wegen der Affäre um seine ‌Doktorarbeit unter Beschuss ⁢geraten war.

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