Kritik am Entwurf des neuen Heizungsgesetzes
Der deutsche Städte- und gemeindebund hat den Entwurf des neuen Heizungsgesetzes von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kritisiert. Hauptgeschäftsführer André Berghegger fordert mehr Rechtssicherheit für die Mitglieder des Bundes.
Herausforderungen bei der Infrastruktur
Berghegger äußerte gegenüber dem „Spiegel“, dass es nicht dauerhaft das Ziel sein könne, gleichzeitig Gasnetze weiterzubetreiben, Stromnetze für Wärmepumpen auszubauen und neue Wärmenetze zu errichten. Die Entscheidung über die sinnvollste Infrastruktur solle der kommunalen Wärmeplanung vor Ort überlassen werden. er warnt vor widersprüchlichen Förderanreizen, die die Wärmewende volkswirtschaftlich ineffizient machen und Bürger, Wirtschaft sowie Kommunen finanziell überfordern könnten.
Option Energien und Biomethan
Der Städtevertreter ist nicht grundsätzlich gegen die Möglichkeit, Erdgas mit einem Anteil von Biomethan als Alternative zu Fernwärme oder Wärmepumpen zu nutzen. Dies setze jedoch voraus, dass Gasnetze weiterbetrieben werden.Die regierung müsse ein tragfähiges Maßnahmenpaket und eine Biomethan-Strategie entwickeln, um diese Alternative zu ermöglichen. Berghegger kritisiert die fehlende Verlässlichkeit beim Einsatz grüner Gase und befürchtet, dass die Kommunen durch das neue Gesetz überfordert werden könnten.



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