Neuausrichtung der SPD in Baden-Württemberg
Die SPD in Baden-Württemberg stellt sich nach dem schlechten Abschneiden bei der Landtagswahl im März mit nur 5,5 Prozent neu auf.Die Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori und der ehemalige Abgeordnete Robin Mesarosch kandidieren gemeinsam für die Landesspitze.laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ sind keine Gegenkandidaturen zu erwarten.
Neues Führungsduo
Cademartori erklärte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, dass die Bereitschaft bestehe, etwas Neues zu wagen. Daher habe man beschlossen, gemeinsam für den Landesvorsitz zu kandidieren.Zuvor hatte der bisherige Landesvorsitzende Andreas Stoch sein Amt niedergelegt.
Jüngere und klarere Ausrichtung
Mit Cademartori und Mesarosch soll der Landesverband jünger und klarer in seinen Positionen werden.Cademartori betonte, dass ein Ergebnis von fünf Prozent mehr Klarheit und Zuspitzung erfordere.“Wir haben nicht mehr viel zu verlieren“, sagte sie. Es sei wichtig, nicht immer Rücksicht auf unterschiedliche Meinungen innerhalb der Partei zu nehmen.
Änderungen in der Wähleransprache
Mesarosch kündigte an, die Wähleransprache und organisatorische Fragen auf Landesebene ändern zu wollen. „Es muss jetzt einen Bruch geben“, sagte er. Ziel sei es, die SPD in Baden-Württemberg wieder erkennbar zu machen. „Unsere Leute müssen wieder wissen,was wir alles verändern können,wenn sie SPD wählen“,so Mesarosch.
Einfluss auf Bundesebene
Cademartori sieht die Herausforderungen nicht nur auf Landesebene, sondern auch im Bund. „Unsere Lage ist noch ein stück dramatischer,aber der trend im Bund zeigt leider eher in unsere Richtung“,sagte sie. Die neue Generation wolle Verantwortung übernehmen und sei unzufrieden mit dem bisherigen Kurs.



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