SPD-Flügel fordert frühere Grundrente gegen Altersarmut

Seniorin (Archiv)

Der Seeheimer Kreis in der SPD-Bundestagsfraktion fordert, die Mindestbeitragsjahre für die Grundrente auf 25 Jahre zu senken, um Altersarmut bei Frauen zu bekämpfen

Gevita Tagesresidenz

Forderungen ⁤des seeheimer Kreises zur Grundrente

Der Seeheimer Kreis in der SPD-Bundestagsfraktion hat in einem​ Strategiepapier eine Absenkung der Mindestbeitragsjahre ‍für die Grundrente auf 25 Jahre gefordert. Ziel ist es, die überdurchschnittliche Altersarmut bei Frauen zu bekämpfen.Der „Stern“ berichtete über das Papier.

Stärkere Anerkennung von Sorgearbeit

Der konservative Flügel der SPD-Fraktion ​verlangt zudem, dass unbezahlte Sorgearbeit⁤ stärker in der rentenberechnung anerkannt wird.Die Rentenpunkte für Kinder sollen deutlich erhöht werden.‌ Die Seeheimer argumentieren, dass Frauen aufgrund von Teilzeitphasen und unterbrochenen Erwerbsverläufen die bisher erforderliche Schwelle für die Grundrente häufig nicht erreichen. dadurch seien sie trotz⁢ jahrzehntelanger Arbeit im Alter armutsgefährdet.

Erweiterung des Kreises der Anspruchsberechtigten

Durch die geforderte Absenkung der‌ Mindestbeitragsjahre würde⁢ der Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich erweitert. Der Seeheimer Kreis plant auch, die ⁢Rentenpunkte für jedes Kind zu erhöhen und einen Rentenbonus für drei oder mehr Kinder einzuführen.

Hintergrund: Altersarmut bei ⁤Frauen

Das Papier mit dem Titel „Frauen fördern für eine starke Demokratie“ hebt hervor, dass unterbrochene Erwerbsverläufe und Teilzeitarbeit zu struktureller Altersarmut⁣ führen. Derzeit sind 21,6 Prozent der Frauen ab⁢ 65 jahren armutsgefährdet, im Vergleich zu 17,1 Prozent der Männer.⁤ Die „Teilzeitfalle von heute ​ist die Altersarmut⁢ von morgen“, heißt es weiter. Unterbrochene Erwerbsbiografien durch Care-Arbeit führen zu einem Gender Pension Gap⁢ von ​46 Prozent.Diese Lücke beschreibt ⁢die prozentuale Rentendifferenz zwischen ‍Männern und Frauen.

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