Reichinnek: „Palästinasolidarität ist kein Antisemitismus“

Heidi Reichinnek am 16.04.2026

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat Vorwürfe zurückgewiesen, ihre Partei habe ein Antisemitismusproblem

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heidi Reichinnek weist Antisemitismusvorwürfe zurück

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, heidi Reichinnek, hat Vorwürfe zurückgewiesen, ihre Partei habe ein Antisemitismusproblem. „Palästinasolidarität ist kein Antisemitismus“, sagte Reichinnek der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.Sie betonte, dass Antisemitismus ein gesamtgesellschaftliches problem sei und auch in der Linken vorkomme, jedoch nicht besonders ausgeprägt sei.

Klare Positionen der Linken

Reichinnek erklärte, dass die roten Linien der partei klar seien: „Das existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar, und Antisemitismus dulden wir nicht, in keiner Form.“ Die Parteiführung mache dies immer wieder deutlich. Sie betonte die notwendigkeit eines offenen Austauschs innerhalb der Partei, besonders bei schwierigen Themen.

Beschlüsse und Zukunftspläne

Auf dem Bundesparteitag in Halle habe die Linke einen klaren Beschluss gefasst, der die Unterstützung für eine Zweistaatenlösung und die verurteilung der Hamas als Terrororganisation beinhalte. Gleichzeitig kritisiere die Partei die israelische Regierung für Kriegsverbrechen in Gaza. Reichinnek kündigte an, dass der Bundesvorstand auf dem nächsten Parteitag im Juni einen Antrag zum Thema Nahost einbringen werde.

Kritik an der AfD und der Union

Mit Blick auf die AfD äußerte Reichinnek, dass viele Wähler sich der Partei zuwenden, weil sie von der etablierten Politik enttäuscht seien. Sie betonte, dass nicht alle AfD-Wähler rechtsextrem seien, sondern viele aus verzweiflung über steigende Kosten und stagnierende Einkommen die AfD als Protestpartei wählten. Reichinnek kritisierte die AfD als Teil des Establishments, das sie vorgibt zu bekämpfen.

Parteiinternes: Nachfolge von Jan van Aken

Reichinnek äußerte sich positiv über die Kandidatur von Luigi Pantisano als Nachfolger von Jan van Aken an der Parteispitze. Sie lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Pantisano und seine Bemühungen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen.

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