Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) fordert angesichts jüngster Angriffe auf mehrere Umspannwerke in Deutschland und des knapp gescheiterten Drohnenangriffs am Flughafen Leipzig/Halle Tempo beim Schutz der sicherheitsrelevanten Infrastruktur. Das sagte Özdemir den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Sonntagsausgaben).
Forderung nach schnellerem Schutz
Özdemir betonte: „Die Sicherheitserfordernisse haben sich dramatisch verändert.“ Er verwies darauf, dass man verletzlich sei, unabhängig davon, ob ein Angriff „von Linksradikalen oder von Putins Wegwerfagenten“ komme. Gegner wüssten um diese Verwundbarkeit und versuchten, “uns an den empfindlichen Stellen zu treffen, um Verunsicherung zu schüren.“
Geforderte Maßnahmen
Özdemir forderte, die sicherheitsrelevante Infrastruktur besser zu schützen. er nannte Videoüberwachung und Zäune als mögliche Maßnahmen. „All das muss jetzt mit Hochdruck gemacht werden“, so der Grünen-Politiker.
Hintergrund und Beispiele
Özdemir verwies auf einen ähnlichen Fall in Reutlingen wie die Vorfälle in Brandenburg und Nordrhein-westfalen. “Wir sind da zwar einigermaßen glimpflich davongekommen. Aber wir sind als Länder gut beraten, das Thema hoch zu priorisieren und möglichst eng zusammenzuarbeiten“, sagte er.
Nach dem Brand im Umspannwerk von Reutlingen Anfang Juni fiel in 7.600 Haushalten zeitweilig der Strom aus.



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