Debatte um Rentenreform
Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), befürwortet eine Anhebung des renteneintrittsalters auf 70 Jahre sowie ein geringeres rentenniveau. Hüther erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“,dass Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung nur im Rahmen des Umlageverfahrens möglich seien. Dabei gebe es drei Stellschrauben: den Beitragssatz, das Rentenniveau und das Rentenzugangsalter.
argumente für die Reform
Hüther betonte,dass eine Anhebung des Rentenzugangsalters eine längere Einzahlungsperiode ermögliche,die das Rentenniveau stabilisieren könne,ohne den Beitragssatz zu erhöhen. Der Staat unterstütze dies durch die Förderung der privaten Altersvorsorge. Dies sei fair, da jüngere Generationen eine Anpassungszeit hätten und ein stabiler Beitragssatz die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsplätze erhalte.
Unterstützung von DIW-Präsident Fratzscher
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), äußerte sich ähnlich. Er bezeichnete die Rente mit 70 als unvermeidbar und notwendig, um die demografische Alterung zu bewältigen. Eine Reduzierung des Rentenniveaus sei Teil des Versprechens, dass auch die Babyboomer ihren Beitrag leisten müssten.
Kritik an Umverteilung
Fratzscher warnte jedoch davor, die Umverteilung von Arm zu Reich zu beenden. Eine Reduzierung des Rentenniveaus auf 46 Prozent für Menschen mit geringer Rente könnte die Altersarmut verstärken.
Berichte über Rentenreformkommission
die „bild“ berichtete, dass die Rentenreformkommission vorschlagen wolle, das Rentenalter ab 2061 auf 70 Jahre anzuheben und das Rentenniveau ab 2031 von 48 auf 46 Prozent zu senken. Einige Mitglieder der Kommission haben dies jedoch bereits dementiert.



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