Verlängerung des Bandlastprivilegs bis 2031
Das Bandlastprivileg für große Stromverbraucher in der Industrie wird bis Ende 2031 verlängert.Dies kündigte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, bei Politico an. Die Behörde plant, die Änderung an diesem Mittwoch bekannt zu geben. Ursprünglich sollte die Regelung bereits 2028 auslaufen.
Gründe für die Verlängerung
Müller erklärte, die Übergangszeit solle deutlich erweitert werden, da Unternehmen zunächst investieren müssten, um flexibler zu werden. Die Bundesnetzagentur wolle der energieintensiven Industrie weiterhin die Produktion in Deutschland ermöglichen.
Funktionsweise des Bandlastprivilegs
Das Bandlastprivileg ermöglicht energieintensiven Industrien wie Chemie-, Papier- und Glasherstellern reduzierte Netzentgelte. Voraussetzung ist, dass sie mindestens 7.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr erreichen. Diese Stunden messen, wie gleichmäßig der Stromverbrauch der Unternehmen ist.
Anpassung an erneuerbare Energien
Müller betonte, dass das Privileg ursprünglich zu einer Zeit passte, als Strom gleichmäßig aus Kohle- und Atomkraftwerken produziert wurde. Mit dem Anstieg erneuerbarer Energien schwanke die Strommenge stärker. Daher solle die Subvention angepasst werden, um flexibles Abnahmeverhalten zu belohnen und eine europarechtskonforme Lösung zu finden.
Modellversuch der Bundesnetzagentur
Derzeit läuft ein Modellversuch der Bundesnetzagentur mit sechs unternehmen, unterstützt von den Wirtschaftsverbänden BDI und DIHK. Dieser Versuch endet Ende des Jahres, sodass Anfang 2027 eine generelle Regelung erlassen werden kann. Diese soll dauerhaft niedrige Netzentgelte bei europarechtskonformer Flexibilität ermöglichen, so Müller.


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