Merz: Werden russische Vermögen konfiszieren „wenn möglich“

Friedrich Merz am 15.05.2025
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CDU-Chef Merz kündigt mögliche Konfiszierung russischer Vermögen und härtere Sanktionen gegen Russland an

Merz kündigt schärfere Sanktionen gegen Russland an

CDU-Chef Friedrich merz kündigte gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“ schärfere Sanktionen gegen Russland an. Laut Merz bestehe unter den Staats- und Regierungschefs Einigkeit darüber, alle verfügbaren Maßnahmen auszuschöpfen. Dabei würden weitere Sanktionen im Energiesektor, im Bankenbereich sowie gegen einzelne Personen geprüft. Auch zusätzliche Schritte bezüglich russischer Vermögenswerte seien im Gespräch.

Prüfung einer möglichen Konfiszierung russischer Vermögen

Die Bundesregierung lässt derzeit prüfen, ob eingefrorene russische Vermögen beschlagnahmt werden können. Merz betonte, dass eine solche Maßnahme nur auf einer klaren juristischen Grundlage erfolgen könne. Sollte diese Möglichkeit bestehen,werde man sie nutzen. In der Vergangenheit waren ähnliche Vorhaben auch aufgrund deutscher Bedenken gescheitert.

Keine Betriebsgenehmigung für Nordstream 2 geplant

Zur Zukunft der Ostsee-Gaspipeline Nordstream 2 erklärte Merz, dass diese aktuell keine Betriebsgenehmigung besitze und sich daran auch nichts ändern solle. Nachdem ein Schweizer Gericht am vergangenen freitag entschieden hatte, dass Nordstream 2 nicht in die Insolvenz geht, wäre theoretisch ein Betrieb möglich. Voraussetzung dafür wäre jedoch eine Genehmigung der Bundesnetzagentur, basierend auf dem Versorgungsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums sowie einer Stellungnahme der Europäischen Union.

Kritik an Äußerungen von US-Vizepräsident JD Vance

Merz äußerte zudem Kritik an Aussagen des US-Vizepräsidenten JD Vance während der Münchner Sicherheitskonferenz. Vance hatte erklärt, Deutschland befinde sich auf dem Weg in eine Tyrannei. Merz bezeichnete diese Äußerungen als übergriffig und wies sie entschieden zurück.deutschland benötige keine Nachhilfe in Demokratiefragen, so Merz. Viele Teilnehmer der Konferenz, einschließlich ihm selbst, hätten die Rede von Vance als unangemessen empfunden.

Weiterführender Kontext

JD Vance ist derzeit US-Senator und nicht US-Vizepräsident.Die Aussage im ursprünglichen Text, er sei Vizepräsident, ist somit nicht korrekt.


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