Merz sagt Grönland und Dänemark Unterstützung im Konflikt mit den USA zu
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Grönland und Dänemark im Konflikt mit den USA diplomatischen Beistand zugesichert. Dänemark und die Bevölkerung Grönlands könnten auf die Solidarität Deutschlands zählen, sagte Merz am Montag in Berlin nach einer CDU-Vorstandssitzung.
Merz erklärte, Deutschland sei bereit, Gespräche mit den USA zu unterstützen. grundlage dieser Gespräche sollten nach seinen Worten stets die Prinzipien der Souveränität und der territorialen Integrität sein. Dazu wolle er sich nach Möglichkeit am Mittwoch beim weltwirtschaftsforum mit US-Präsident donald Trump treffen.
Warnung vor Eskalation durch neue US-Zölle
Im Kreis der Europäer bestehe nach Darstellung des Kanzlers große Einigkeit, dass weitere Zollandrohungen die Beziehungen nicht stärken, sondern schwächen. Zudem berge eine solche Politik das Risiko einer Eskalation, so merz.
Zölle würden in der Regel von denjenigen bezahlt, in deren land die Importe gingen. In diesem Fall würden die amerikanischen Konsumenten die Zölle tragen. Zugleich würden sie aber auch der Wirtschaft der Europäer und insbesondere der deutschen Wirtschaft schaden. Daher wolle man eine Lösung finden.
Man werde auf europäischer Seite besonnen und angemessen auf solche Herausforderungen reagieren, kündigte Merz an.
Trump kündigt Strafzölle gegen Teilnehmer der Grönland-Mission an
US-Präsident Donald Trump hatte gegen die teilnehmerländer einer Erkundungsmission in Grönland Strafzölle angekündigt. Ab dem 1. Februar soll für alle Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Finnland ein Zoll von 10 Prozent erhoben werden. Am 1. Juni soll sich dieser Tarif auf 25 Prozent erhöhen.
Nach Trumps Ankündigung soll dieser Zoll so lange fällig und zu entrichten sein, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf Grönlands erzielt ist.
merz: Mission in Grönland dient transatlantischen Interessen
Merz wies die Einschätzung zurück, die Erkundungsmission in Grönland stelle eine Konfrontation mit den USA dar. Dieses Engagement diene den gemeinsamen transatlantischen Interessen, sagte er am Montag.
Es gehe darum, als europäische Nato-Länder mehr für die Sicherheit im hohen norden zu tun. Dies habe Trump von den Europäern verlangt, und dem sei man mit der Mission entgegengekommen, so Merz.











