Merz: AfD hat „eigentliches Wahlziel“ nicht erreicht

Friedrich Merz am 09.09.2026

Friedrich Merz (CDU) griff die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an.<h3>Debatte</h3>Er äußerte sich in der Generaldebatte zum Haushalt 2027

Toyota Scheidt

Bundeskanzler Friedrich merz (CDU) hat die AfD in seiner ersten Bundestagsrede nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt scharf angegriffen. Anlass war die Generaldebatte zum Haushalt 2027. Merz nutzte einen Großteil seiner Redezeit, um sich zur afd zu äußern.

Merz’ Stellungnahme

Kernaussagen

Merz räumte ein, die Partei habe „ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt“ erzielt. Zugleich betonte er, ihr „eigentliches Wahlziel“ sei „nicht erreicht“ worden. 56 Prozent der Wähler in Sachsen-Anhalt hätten die AfD nicht gewählt,womit sie keine absolute Mehrheit der Mandate habe.
Merz bezog sich auf die aufforderung an Ulrich Siegmund, sich eine Mehrheit zu suchen, „obwohl er das Wahlversprechen abgegeben hat, nur mit der absoluten Mehrheit der Mandate zu regieren“. Er sagte, die AfD werde „nirgendwo in Deutschland“ mit ihrer Politik Mehrheiten bekommen. er fügte hinzu: „Sie sind und sie bleiben, Frau weidel, eine destruktive Kraft.“

AfD-Reaktion

Aussagen von Alice Weidel

AfD-Chefin Alice Weidel warf Merz vor, ihren Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt nur wenige Stunden nach dem Schließen der Wahllokale zum „ersten Wahlbetrug“ aufgefordert zu haben. Weidel nutzte ihre Rede für einen angriff auf Merz und die gesamte schwarz-rote Regierung. „Schwarz-rot ist vorbei“, sagte sie.
Die Wahl in Sachsen-Anhalt habe gezeigt, dass die Menschen einen „Politikwechsel“ wollten. Den Haushaltsentwurf bezeichnete Weidel als „ganz klar verfassungswidrig“. Sie sagte, die Staatsfinanzen seien schon jetzt so zerrüttet, dass bis zum Ende der Wahlperiode „die gesamten steuereinnahmen einzig und allein nur für Zinsen und Sozialausgaben draufgehen“. „Sie zerstören damit alle politischen Gestaltungsspielräume und hinterlassen verbrannte Erde“, sagte Weidel. Die Regierung treibe Deutschland „in Rekordzeit in die Staatspleite“.

Kontext der Debatte

Die Generalaussprache zum Kanzleretat ist üblicherweise der Höhepunkt der Haushaltswoche. Traditionell kommt es dabei zum Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition. Üblicherweise geht es nicht nur um den Bundeshaushalt, sondern um die gesamte Bundespolitik.
Als größte Oppositionsfraktion hatte die AfD am Mittwoch die debatte begonnen. Merz war der erste Redner nach Weidel.

Artikel teilen


AsiaRestaurant SongLong Friedrichsthal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen