Einführung eines digitalen Navigators im Gesundheitswesen
Die gesetzlichen Krankenkassen planen die Einführung eines digitalen Navigators, der in bestimmten Fällen ohne Arztkontakt Rezepte oder Überweisungen zum Facharzt ausstellen kann. Dies geht aus einem Konzept des Kassen-Spitzenverbandes hervor, über das das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.
Funktionsweise des Navigationstools
Nach den Vorstellungen der Krankenkassen soll die Nutzung des Navigationstools verpflichtend sein,bevor eine Arztpraxis aufgesucht wird. Der Zugriff soll über eine App auf dem Smartphone oder telefonisch über die Kassenärzte-Hotline 116117 möglich sein. das Tool soll durch strukturierte Fragen und die Nutzung der elektronischen Patientenakte die Dringlichkeit der Behandlung feststellen und den Patienten an die richtige Stelle im Gesundheitswesen weiterleiten.
Mögliche Einsatzbereiche
das Konzept sieht vor, dass Patienten entweder an einen Hausarzttermin, in die Notaufnahme, zu einer Video-Sprechstunde oder zu einem Facharzt weitergeleitet werden. Der Krankenkassenverband plant zudem eine neutrale und transparente Terminplattform.
Stellungnahme des Kassen-Spitzenverbandes
Vize-Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis betonte die Notwendigkeit, das deutsche gesundheitswesen in die digitale Gegenwart zu bringen, insbesondere angesichts des Fachkräftemangels und der Finanzierungsprobleme. Das Navigationstool soll perspektivisch ermöglichen, in bestimmten Fällen ohne Arztkontakt eine Überweisung zu erhalten. Auch die Ausstellung von Folgerezepten für gut eingestellte chronisch Kranke sei denkbar.
Beratungen zur Primärversorgung
Am Dienstag plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Beratungen mit verschiedenen Verbänden der Gesundheitsbranche, um über die Gestaltung eines Primärarztsystems zu diskutieren.











