Justizministerin fordert Entkriminalisierung von Schwarzfahren

Stefanie Hubig (Archiv)
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Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) fordert ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung von Fahrgästen ohne gültiges Ticket. "Aus meiner Sicht sprechen gute Gründe für eine Entkriminalisierung", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung

Bundesjustizministerin fordert ​Entkriminalisierung des Schwarzfahrens

Bundesjustizministerin stefanie Hubig (SPD) plädiert⁢ für ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung von ⁤Fahrgästen ohne gültiges Ticket. In einem Interview⁣ mit der „Neuen‍ Osnabrücker Zeitung“ (noz) erklärte ​sie, dass gute Gründe für ​eine Entkriminalisierung sprechen.

Kritik an Ersatzfreiheitsstrafen

Hubig hinterfragt die Sinnhaftigkeit der bisherigen Praxis der Ersatzfreiheitsstrafen. Sie äußerte Zweifel ​daran, ob Menschen, die sich keinen Fahrschein leisten können ‌und deshalb im ‍Gefängnis landen, tatsächlich dorthin gehören.

Belastung⁢ der Justiz

Die Ministerin wies auf die Belastungen ​für die Behörden⁣ durch die Strafverfolgung ​hin. die Verfahren binden viele Ressourcen in ‍der Justiz,⁢ die an ‍anderer‍ Stelle sinnvoller⁢ eingesetzt​ werden könnten. Die ⁢schwarz-rote Koalition habe​ vereinbart, das Strafrecht zu modernisieren. dabei müsse‌ auch die Strafwürdigkeit des Schwarzfahrens kritisch geprüft werden.

Aktuelle⁤ Rechtslage

Fahren ohne ‌Fahrschein gilt als Erschleichen von Leistungen und ist nach Strafgesetzbuch ⁣Paragraf ‌265a⁣ eine Straftat. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik gab es zuletzt‌ 2024 mehr als 144.000 Fälle, in​ denen die Polizei ⁣tätig wurde.


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