Juso-Chef: Merz verschärft Erschöpfung im Land

Philipp Türmer (Archiv)

Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für dessen Vorstoß zur Einführung einer Wochenarbeitszeit. Türmer wirft Merz vor, die Bedürfnisse der Arbeitnehmer zu missachten und die Erschöpfung im Land zu verschärfen

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Kritik an Bundeskanzler Merz

Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert. Türmer wirft Merz vor,mit seinem Vorstoß zur Einführung einer Wochenarbeitszeit die Bedürfnisse der Arbeitnehmer zu missachten.

Äußerungen von Türmer

Türmer sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, Merz sehe die Erschöpfung im Land nicht, sondern verschärfe sie. Den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen, sei kein Fortschritt, sondern eine Frechheit. Die Höchstarbeitszeit schütze die Menschen davor, mit 50 Jahren arbeitsunfähig zu werden. Türmer betonte, Arbeitnehmer dürften nicht der Willkür ihrer Chefs ausgeliefert werden. Fast 13 Stunden Arbeit am Stück zu ermöglichen, sei ein sozialpolitischer Rückschritt.

Forderung an Merz

Türmer forderte, Merz solle zunächst selbst mehr arbeiten, bevor er dies von anderen verlange. Angesichts der handwerklichen Fehler seiner Regierung solle Merz diesen Anspruch an sich selbst richten. Türmer kritisierte, dass die 42 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland bereits viele Einschnitte hinnehmen mussten.Die Forderung von Merz nach Veränderungsbereitschaft auf dem DGB-Bundeskongress sei daher höhnisch.

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