Henning Höne zieht kandidatur für FDP-Vorsitz zurück
Henning Höne hat seine Kandidatur für den Vorsitz der FDP zurückgezogen. Stattdessen wird er auf dem Parteitag Ende Mai als erster stellvertretender Bundesvorsitzender kandidieren. Damit ebnet er den Weg für Wolfgang Kubicki, der nun ohne Konkurrenz für den Bundesvorsitz antritt.
Gemeinsame Entscheidung mit Kubicki
In einem Interview mit der FAZ, das in der Samstagausgabe erscheinen soll, erklärte Höne, dass die Entscheidung gemeinsam mit Kubicki getroffen wurde. Ziel sei es, die Kräfte innerhalb der FDP zu bündeln. Kubicki betonte, dass Höne eng eingebunden werde und erinnerte an die frühere Zusammenarbeit mit Christian Lindner. Höne sei aufgrund seiner Position als Vorsitzender der nordrhein-westfälischen FDP und Fraktionsvorsitzender im Landtag von besonderer Bedeutung.
Reaktionen und Begründungen
Höne wies Spekulationen zurück, dass seine Entscheidung auf mangelnden Zuspruch aus der partei zurückzuführen sei. Er betonte, dass es wichtig sei, die Lage fortlaufend neu zu bewerten. Parteifreunde hätten den Wunsch geäußert, eine Lösung zu finden, die sowohl ihn als auch Kubicki einbindet. Kubicki hatte zuvor angedeutet, sich aus der Parteiführung zurückzuziehen, sollte er im Kampf um den Vorsitz unterliegen.
Zukunftspläne und Zusammenarbeit
Kubicki und Höne zeigten sich optimistisch, dass ihre unterschiedlichen Politikstile vereinbar seien. Höne beschrieb eine Arbeitsteilung, bei der Kubicki sich auf Berlin konzentrieren werde, während er selbst die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im kommenden Frühjahr im Blick habe. Kubicki ließ offen, ob er in einem Jahr erneut für den Vorsitz kandidieren wird.



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