Heusgen verteidigt Ausladung der AfD von Münchner Sicherheitskonferenz
Christoph Heusgen, früherer Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, hat die damalige Ausladung der AfD von der Veranstaltung verteidigt. Er verwies dabei auf das Verhalten der Partei im Deutschen Bundestag.Begründung mit Verhalten bei Selenskyj-Rede
Heusgen sagte dem Tagesspiegel, die AfD habe den Bundestag verlassen, als dort der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach. Heusgen war langjähriger außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)Heusgen verteidigt frühere Ausladung der AfD von Münchner Sicherheitskonferenz
Der frühere leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, hat die damalige Ausladung der AfD von der Veranstaltung verteidigt. Die Entscheidung begründete er mit dem Verhalten der Partei im Deutschen Bundestag sowie mit der Geschichte der Sicherheitskonferenz.
Begründung mit Verhalten im Bundestag
Heusgen verwies darauf, dass Abgeordnete der AfD den Bundestag verlassen hätten, als dort der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach. Das Motto der Münchner Sicherheitskonferenz laute jedoch „Frieden durch Dialog“,sagte der langjährige außen- und sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem „Tagesspiegel“ (Dienstag).
„Wenn eine Partei nicht mal bereit ist zuzuhören, gibt es keinen Grund für eine Einladung“, erklärte der frühere Karrierediplomat, der die Sicherheitskonferenz von 2022 bis 2025 geleitet hatte.
Verweis auf Gründer Ewald von Kleist
Historischer Hintergrund der Sicherheitskonferenz
Als weiteren, nach seinen Worten „sehr viel fundamentaleren“ Grund nannte heusgen die historische Rolle des Gründers der Sicherheitskonferenz, Ewald von Kleist.Dieser sei im Widerstand gegen adolf Hitler und dessen faschistisches regime gewesen.
Als Nachfolger von Kleist habe er entschieden, keine Vertreter einer Partei einzuladen, „die in Teilen gesichert rechtsextrem ist“. Einer solchen Partei habe er nicht „den roten Teppich ausrollen“ wollen, sagte Heusgen.
Abgrenzung zur aktuellen Einladungspraxis
Heusgens Nachfolger an der Spitze der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die AfD in diesem Jahr zu der Konferenz eingeladen. Heusgen betonte mit Blick auf seine frühere Entscheidung: „Ich kann mir gut vorstellen, dass Ewald von Kleist meine Entscheidung gegen die AfD mitgetragen hätte.“











