Grüne Jugend übt zum Hanau-Gedenktag harte Kritik an eigener Partei

Tatort in Hanau (Archiv)
Gevita Tagesresidenz

Zum sechsten Gedenktag des Anschlags von Hanau kritisiert die Grüne Jugend die Mutterpartei für unzureichendes Vorgehen gegen Rassismus und Extremismus. Grünen-Jugend-Chef Luis Bobga äußerte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass es ihm schwerfalle, Aussagen von Grünen-Politikern ernst zu nehmen, die betonen, Hanau dürfe sich nicht wiederholen

Kritik der Grünen Jugend am Umgang mit Rassismus

Zum sechsten Gedenktag des Anschlags von Hanau kritisiert die grüne Jugend die Mutterpartei für ihr Vorgehen gegen Rassismus und extremismus.Grünen-Jugend-Chef Luis Bobga äußerte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“,dass es ihm schwerfalle,Aussagen von Grünen-Politikern ernst zu nehmen,die betonen,Hanau dürfe sich nicht wiederholen. Er bemängelte,dass die Partei zwar oft von Vielfalt und antirassismus spreche,jedoch notwendige Polizeireformen und Extremismusprävention nicht umsetze.

Kritik an den hessischen Grünen

auch die hessischen Grünen stehen in der Kritik. Bobga wies darauf hin, dass sie während ihrer Regierungszeit in hessen die Aufklärung der Tat verzögert und Fehler relativiert hätten. Er forderte, dass die Grünen durch politische Handlungen zeigen müssten, dass sie aus Hanau gelernt hätten. Reels auf Instagram und polierte Statements seien nicht ausreichend.

Hintergrund des Anschlags

Am 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen und anschließend seine Mutter und sich selbst getötet.


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