Grünen-Politikerin Brugger befürwortet internationale Militärpräsenz in Grönland
Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Agnieszka Brugger, hat den Vorstoß für eine internationale Militärpräsenz in Grönland unterstützt. Ziel sei es, Dänemark in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump Rückhalt zu geben. Das sagte Brugger der „Rheinischen post“ (Dienstag).
Sicherheitsinteressen in der arktis
Brugger verwies auf gemeinsame transatlantische Sicherheitsinteressen in der Arktis. In diesem Bereich müssten die beteiligten Staaten nach ihren Worten stärker zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund bezeichnete sie das Vorgehen von Donald Trump als eskalierend und stellte die Frage nach möglichen anderen Motiven für dessen Verhalten.
Nach Auffassung der Grünen-Politikerin verfügen die USA durch die Zusammenarbeit mit Dänemark bereits über die militärischen Möglichkeiten, die sie benötigten. Dänemark habe sich als treues Nato-Mitglied wiederholt zur Kooperation bereit erklärt.
Mögliche internationale Präsenz in Grönland
Brugger betonte, eine militärische Präsenz könne für die transatlantischen Sicherheitsinteressen eine Rolle spielen. Voraussetzung sei jedoch, dass jedes Engagement von Dänemark ausdrücklich gewünscht werde.
Eine solche internationale Präsenz und eine mögliche Zusammenarbeit in Grönland könnten nach ihren Worten dazu beitragen, den Konflikt zu entschärfen. Der derzeit eskalierte Streit solle „auf den Boden der Tatsachen“ zurückkehren, und donald Trump solle von seinen Plänen Abstand nehmen.
Forderung nach Diplomatie und wirtschaftlichem Druck
Zugleich sprach sich Brugger für eine Kombination aus Diplomatie und wirtschaftlichem Druck aus.Ein mögliches Reaktionsmuster auf weitere Eskalationen könne ihrer Ansicht nach die Aufkündigung des Zollabkommens oder der bereits vereinbarten Abnahme von LNG-Gas sein.
Kritik am Kurs der Bundesregierung
Am Vorgehen der Bundesregierung äußerte Brugger deutliche Kritik. Die ihrer Ansicht nach „feige und unkluge Strategie des Wegguckens“ durch die Bundeskanzlerin sei in den USA wahrgenommen worden und habe dazu beigetragen, dass europäische Interessen nicht ernst genommen würden.
Eine militärische Konfrontation dürfe nach Brugger nicht das Ziel sein. Die Europäische Union solle stets zur Zusammenarbeit bereit sein, dürfe sich aber nicht „rumschubsen lassen“ und müsse bei Bedarf mit Härte reagieren.











