Generalbundesanwalt ermittelt wegen Spionageverdacht auf Signal

Bundestagssitzung (Archiv)

Ermittlungen gegen Phishing-Kampagne bei Signal-Nutzern eingeleitet

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Ermittlungen wegen Phishing-Kampagne gegen Signal-Nutzer

Der generalbundesanwalt in Karlsruhe hat Ermittlungen in einer Phishing-Kampagne gegen Nutzer der Messaging-App Signal aufgenommen. Dies bestätigte eine Sprecherin der Behörde, wie der „Spiegel“ berichtet. Der Verdacht richtet sich auf geheimdienstliche Agententätigkeit, also Spionage.

Betroffene Personen und Institutionen

Am Dienstag wurde bekannt, dass das Signal-Konto der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) kompromittiert wurde. Klöckner ist auch Mitglied des CDU-Präsidiums, das ebenfalls über Signal kommuniziert, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz. Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) informierten den kanzler persönlich,sein Konto zeigte jedoch keine Auffälligkeiten.

Hintergrund der Ermittlungen

Die Ermittlungen laufen seit Mitte Februar, nachdem BfV und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor der Phishing-Kampagne gewarnt hatten. Laut einem dringlichen Warnschreiben des BfV sind zahlreiche hochrangige Personen betroffen, und es wird von einer hohen Dunkelziffer weiterer Opfer ausgegangen.

Internationale Dimension

Neben Politikern und Wirtschaftsleuten sind auch Militärs der Nato betroffen. Bereits Ende 2025 wurden Signal-Konten von Nato-angehörigen kurzzeitig übernommen,wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Militärkreise berichtet. Bundeswehr-Angehörige sind nicht betroffen. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hatte bereits am 6. Januar vor der Masche gewarnt. Niederländische Geheimdienste machten im März russische staatliche Akteure für die Angriffe verantwortlich.

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