Europas Verantwortung im Nahen Osten
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) betont die Verantwortung Europas, zur Deeskalation im Nahen Osten beizutragen. „Dieser Krieg findet nicht auf europäischem Boden statt – aber seine Folgen betreffen uns politisch, wirtschaftlich und humanitär“, sagte sie der „Rheinischen post“ mit Blick auf den Iran-krieg. Frieden und Stabilität im Nahen Osten seien eine gemeinsame Verantwortung Europas und der internationalen gemeinschaft.
Folgen für die Entwicklungszusammenarbeit
Die Ministerin warnte, dass Kriege das Vertrauen, die Infrastruktur und Zukunftsperspektiven gefährden, die in vielen Jahren gemeinsamer Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut wurden. Die unmittelbaren Folgen tragen die Menschen vor Ort, während die langfristigen Folgen die gesamte internationale Gemeinschaft betreffen.
Humanitäre Lage im Libanon
besonders dramatisch sei die Lage im Libanon. Durch den bewaffneten Konflikt zwischen Hisbollah und Israel seien über 660.000 Menschen vertrieben worden. Alabali-Radovan betonte, dass Deutschland gemeinsam mit partnern schnell und pragmatisch auf die Situation reagiere, um den betroffenen Menschen, insbesondere Frauen und kindern, zu helfen.
Situation in gaza und Westjordanland
Auch in Gaza habe der Krieg verheerende Folgen. „Das Schicksal der Menschen darf niemals zum Randthema eines Konflikts werden“, so die Ministerin. Mit Blick auf radikale israelische Siedler im Westjordanland sagte sie, Palästinenser seien „immer wieder Gewalt durch radikale israelische Siedler ausgesetzt“. Der Schutz von Menschen und die einhaltung des humanitären Völkerrechts müssten für alle gelten.











