DRK warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer humanitären Katastrophe im Libanon aufgrund der anhaltenden Angriffe Israels.
Überfüllte Krankenhäuser und Engpässe
DRK-Präsident Hermann Gröhe erklärte der „Rheinischen post“, dass zahlreiche Krankenhäuser überfüllt seien. Es drohe ein Engpass bei bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe fortgesetzt würden.
Verschlechterung der humanitären Lage
Gröhe betonte, dass sich die humanitäre Lage im libanon deutlich verschlechtert habe. In den letzten Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten. Die Folgen seien noch nicht vollständig absehbar, jedoch müsse man von Hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen. Der bewaffnete Konflikt habe ein neues, verheerenderes Ausmaß erreicht.
Appell an das humanitäre Völkerrecht
Gröhe äußerte seine Empörung und Sorge darüber, dass weltweit zunehmend zivile Opfer in Kauf genommen und humanitäre Helfer getötet würden. In den Jahren 2024 und 2025 seien jeweils mehr als 300 humanitäre Helfer im Einsatz ums Leben gekommen, viele davon von den DRK-Schwestergesellschaften. auch in diesem Jahr seien bereits Helfer getötet worden, darunter ein Mitglied des Libanesischen Roten Kreuzes.
Gröhe rief dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Es gebe Regeln, die ein mindestmaß an Menschlichkeit in bewaffneten Konflikten bewahren sollen. Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal seien zu schonen und die Zivilbevölkerung zu schützen. „Es ist unerlässlich, dass alle Konfliktparteien diese Regeln befolgen“, forderte gröhe.



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