DGB kritisiert Vorschlag für „Boomer-Soli“

Seniorin (Archiv)

DGB-Chefin Yasmin Fahimi übt deutliche Kritik an den Rentenvorschlägen von DIW-Präsident Marcel Fratzscher

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Kritik an rentenvorschlägen des DIW

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat die Rentenvorschläge des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, deutlich kritisiert. Fahimi bezeichnete die Vorschläge als menschenunwürdig und als Eingriff in die individuelle Freiheit.Sie sprach von einem neuen Tiefpunkt des DIW und äußerte, dass solche Vorschläge nur von Personen gemacht werden könnten, die keine Kenntnis von der Lebensrealität der Menschen hätten.

Vorschläge zur Generationengerechtigkeit

Fahimi bezog sich auf jüngste Vorschläge des DIW, darunter den sogenannten Boomer-Soli und ein verpflichtendes Jahr für Rentner. Ziel dieser Maßnahmen sei es, die generationengerechtigkeit im Rentensystem zu stärken. Fahimi wies diese Vorschläge zurück und verglich sie mit Forderungen von Arbeitgebern, etwa zur Einführung von Pflegekarenzzeiten.

Debatte um Pflegekarenzzeiten

Nach Angaben von Fahimi sterbe mehr als ein Fünftel der Pflegebedürftigen innerhalb der ersten zwölf Monate. Sie kritisierte, dass ein vorgeschlagenes Karenzjahr dazu führen würde, dass viele pflegebedürftige Menschen keine Leistungen erhalten, obwohl sie jahrelang in die Kassen eingezahlt hätten.Fahimi bezeichnete dies als perfide.

Forderungen der Arbeitgeberverbände

Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte kürzlich für eine umfassende Reform der pflegeversicherung geworben. Im Rahmen dieser reform forderte die BDA unter anderem die Einführung eines Karenzjahres für Pflegebedürftige. Ziel sei es, Unternehmen und Beschäftigte als Beitragszahler zu entlasten.

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