AfD-Fraktionsvorsitzender Tino Chrupalla zeigte sich nach dem Wahlsieg seiner Partei bei der landtagswahl in Sachsen-anhalt zuversichtlich, dass AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund Ministerpräsident werden kann.
Zuversicht und Gespräche
Aussagen Chrupallas
Chrupalla sagte am Montag den Sendern RTL und ntv: „Ich bin absolut zuversichtlich, dass er das hinbekommt und dass er in einigen Punkten vielleicht sogar kompromissbereit ist. Das ist ja auch Aufgabe der Politik.“
Es gebe „immer Punkte“, bei denen die AfD auf andere zugehen könne. Er wolle den Gesprächen aber nicht vorgreifen.
Siegmund habe „mit fast 44 Prozent viele Wähler überzeugt“. Chrupalla sagte, Siegmund werde es auch schaffen, Abgeordnete anderer Parteien zu überzeugen.
Mehrheitsfrage
Debatte über eine Stimme
Chrupalla sagte, grundsätzlich sei eine Mehrheit von nur einer Stimme ausreichend. „Es kommt immer darauf an, ob diese eine Stimme – und ich würde sagen, die ist ausreichend – auch verlässlich ist, ob die auch über fünf Jahre trägt“, so Chrupalla. „Mehrheit ist Mehrheit und man kann es sich im Nachhinein auch nicht aussuchen.“
Siegmund hatte zuvor gesagt, er könne mit einer Mehrheit von nur einer Stimme „auf gar keinen Fall“ Ministerpräsident werden.
Wahlversprechen und Regierungsanspruch
Erwartungen an die Regierung
Chrupalla sagte, die AfD habe Wahlversprechen gemacht, „die eingehalten werden wollen und auch sollen“.
Er fügte hinzu: „Nicht um jeden Preis wird es einen Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund geben. Da muss die Konstellation stimmen.“
Die AfD wolle „eine starke Regierung, eine verlässliche Regierung“ und keine Verhältnisse wie in Thüringen.



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