Einleitung
Nach dem klaren Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt setzt Parteichef Tino Chrupalla trotz des Verpassens einer absoluten Mehrheit auf die Bildung einer „stabilen regierung“.
Statements von Chrupalla
Gesprächsangebote und CDU
„Wir werden Gesprächsangebote an alle Parteien senden“, sagte er im ARD-Morgenmagazin. „Da wird man sehen, wer uns die hand wegschlägt, und diese Gespräche gilt es abzuwarten.“
Chrupalla verwies darauf, dass die CDU sich selbst hinterfragen müsse, welche Konsequenzen sie aus diesem für sie desaströsen Wahlergebnis ziehe. „Im Endeffekt geht es jetzt darum, stabil auch Sachsen-Anhalt weiter zu regieren, und diese Verantwortung haben auch Oppositionsparteien.“
Bürger und mögliche Szenarien
Zugleich kündigte Chrupalla an, auch Bürger mitnehmen zu wollen, die die AfD nicht gewählt haben. „Wir wollen Gräben zuschütten. Das hat auch Ulrich Sigmund immer wieder gesagt.“
Auf eine schnelle Regierungsbildung wollte er sich aber nicht festlegen. Ebenso wenig legte er sich auf die Option von Neuwahlen bei einem Scheitern fest.“Also man sollte nicht am ersten Tag schon auf Neuwahlen setzen“, sagte er. Aber man sei auf „alle Szenarien“ vorbereitet.
Wahlergebnis
Nach der Wahl kommt die AfD auf 39 Sitze im Magdeburger Landtag und damit genauso viele wie CDU (15), SPD (8), Grüne (8) und Linke (8) zusammen. Mit 5 Mandaten könnte dem BSW die Rolle des Königsmachers zukommen.



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