CDU laut Merz „ernsthaft in Gefahr“

Friedrich Merz am 07.09.2026

Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt sieht CDU-Chef Friedrich Merz die traditionellen Volksparteien unter erheblichem Druck. <h3>Kontext</h3>

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Nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt sieht Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz die traditionellen Volksparteien in deutschland unter erheblichem Druck. Er sagte dies am Montag nach der Sitzung des Parteivorstands.

Reaktion von Friedrich Merz

Gefahr für die Volksparteien

Merz sagte: „dass die beiden großen Volksparteien, die wir mal hatten, ernsthaft in Gefahr sind“. Das gelte für die SPD schon länger, „aber das gilt für uns auch“.

Verteidigung von Grundgesetz und Parteiwerten

Nach Merz‘ Worten müsse die union wieder stärker in der Breite der Bevölkerung verankert sein und dort Zustimmung finden. Dafür müsse sie die Werte des Grundgesetzes ebenso verteidigen wie die Grundwerte der eigenen Partei.

Umgang mit einer möglichen AfD-Regierung

Minderheiten und Grundgesetz

Mit Blick auf eine mögliche AfD-geführte Landesregierung in Sachsen-Anhalt richtete Merz den Fokus insbesondere auf den Umgang mit Minderheiten. Sollten unter einer AfD-Regierung Grenzen überschritten werden,werde die Bundesregierung alles tun,“um das zu korrigieren“. Auch unter einem AfD-Ministerpräsidenten gelte das Grundgesetz in Sachsen-Anhalt uneingeschränkt, betonte Merz.

Bundestreue und Zuständigkeiten

Merz verwies auf die im Grundgesetz verankerte Pflicht zur Bundestreue.Diese sei insbesondere für Politikbereiche relevant, für die der Bund zuständig ist. Als Beispiel nannte Merz die einwanderungs- und Ausländerpolitik. Bei deren konkreter Umsetzung gebe es für die Länder zwar Spielräume, die wesentlichen politischen Grundzüge würden jedoch auf Bundesebene festgelegt.“In den Grundzügen wird diese Politik in Berlin entschieden und nicht in Magdeburg“, sagte Merz.

Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt

Bei der Landtagswahl kam die AfD auf 43,8 Prozent und wurde damit klar stärkste Kraft. Die Partei verfehlte knapp eine absolute Mehrheit. Die CDU erreichte 17,2 Prozent und halbierte damit in etwa ihr Ergebnis von vor fünf Jahren.

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