Eines der größten Neubauprojekte des Bundestags im Berliner Parlamentsviertel könnte deutlich teurer werden als bislang bekannt. Dabei geht es um den Luisenblock Ost 1 an der Spree unweit des bundestags.
Kostensteigerung beim Luisenblock Ost 1
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) sagte dem „Spiegel“, bei dem Neubauprojekt laufe man „auf ein großes Kostenproblem“ zu. Statt der bisher veranschlagten knapp 900 Millionen Euro könnten die Kosten die Marke von einer Milliarde Euro übersteigen.
Der Neubau sei für die Arbeitsfähigkeit des Parlaments relevant, so Nouripour. Er räumte ein, dass die kostensteigerung schwer zu vermitteln sei. Zugleich warnte er vor weiteren Verzögerungen. Jede Verzögerung würde das Projekt nur teurer machen. Ohne Abstriche bei der funktionsfähigkeit und der sicherheit müsse jede sich bietende Einsparmöglichkeit umgesetzt werden, erklärte er.
Planungen für Luisenblock Ost 2
Neben dem Luisenblock Ost 1 soll auch der Luisenblock Ost 2 auf einer Brache nahe dem Bundestag gebaut werden. Nach Angaben von Nouripour läuft derzeit der Architektenwettbewerb. Das Preisgericht werde noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen.
Keine weiteren Großprojekte des Parlaments
Nouripour sprach sich dafür aus, über die beiden Luisenblöcke hinaus keine weiteren großen Neubauprojekte des Parlaments zu beginnen. Der zweite Teil des Luisenblocks Ost werde das letzte große Neubauprojekt sein. Danach solle es keine weiteren Neubauten mehr geben. Künftig könne es nur noch um dringende, überfällige Sanierungen gehen, sagte er.
Rolle Nouripours im Bundestag
Der Grünenpolitiker Omid Nouripour ist Vorsitzender der Kommission des Ältestenrats für Bau- und Raumangelegenheiten des Parlaments.











