Verabschiedung des Klimaschutzprogramms 2026
Das Bundeskabinett hat das Klimaschutzprogramm 2026 verabschiedet. bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) gab am Mittwoch in berlin bekannt, dass das programm 67 Maßnahmen umfasst, die bis 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 einsparen sollen.
Maßnahmen und Finanzierungsplan
Zu den Maßnahmen gehören die Ausschreibung von 2.000 zusätzlichen Windrädern, ein Förderprogramm für 800.000 Elektroautos und Unterstützung für die Industrie beim Umstieg auf moderne Technologien. Für die Umsetzung werden insgesamt acht Milliarden Euro bereitgestellt. Ab 2027 plant die Bundesregierung, zusätzliche Mittel in Höhe von 7,6 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds sowie 400 Millionen Euro aus einem Sondervermögen bereitzustellen. Diese sollen unter anderem für die Dekarbonisierung der Industrie und die Förderung der Kreislaufwirtschaft eingesetzt werden.
Verkehr und Energieeinsparungen
Im Verkehrsbereich wird neben dem Förderprogramm für Elektroautos und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur auch auf die langfristige Fortführung des Deutschlandtickets verwiesen. bis 2030 sollen so jährlich eine Million Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspreche etwa 435 Millionen Liter Benzin oder fast zehn Millionen Tankfüllungen. Schneider betonte, dass der Preis des Tickets zu einem Verzicht auf das Auto führen könne.
Unterstützung für Landwirtschaft und Wälder
Das Programm beinhaltet auch Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirtschaft und zur Förderung intakter Wälder, Moore und Böden, um Kohlenstoff zu binden und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Schneider erklärte, dass das Programm „einen neuen Schub für den Klimaschutz auslösen“ werde, betonte jedoch die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen, um die Klimaziele zu erreichen. „Klimaschutz braucht einen langen Atem, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, immer wieder nachzusteuern“, so Schneider.











